de
Der lezte Urwald - der Rothwald

Der letzte Urwald

Wir sind im Urwald unterwegs – es ist aber keine Dschungel-Expedition durch Südostasien oder Brasilien: Wir sind in Niederösterreich, an einem „geheimen Ort“. Besser wir sagen nicht genau wo – ein Touristenansturm soll verhindert werden. Wir befinden uns im letzten „großen" Urwald Zentraleuropas: Seit dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren konnte sich die Vegetation hier völlig ungestört entwickeln: Der ”Rothwald” wurde nie bewirtschaftet, es wurde hier noch nie ein Baum gefällt.

Der Hunger der Menschen nach Holz, Ressourcen und Nutzflächen war schon im Mittelalter groß, insofern könnte man den Erhalt dieses Gebiets aus heutiger Sicht als einen glücklichen Zufall bezeichnen. Denn die Abholzung der letzten 400 Hektar wurde hauptsächlich durch die unklaren Besitzverhältnisse und einen jahrhundertelangen Grenzstreit verhindert.

Die UNESCO erklärt das Wildnisgebiet 2017, gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen, zum ersten Weltnaturerbe Österreichs: Damit gehört das Gebiet zu einem von nur etwa 200 Weltnaturerbe-Stätten weltweit. Dieser letzte Urwald erhält dabei die Schutzklassifizierung ”Wildnisgebiet der Kategorie I”, und ist damit noch strenger zu schützen als ein Nationalpark – jedweder Eingriff des Menschen muss auf ein Minimum reduziert werden.

Wie kann man diesen einzigartigen Ort und die emotionale Verbundenheit mit der Natur erlebbar machen, ohne den Ort zu ”promoten”? Wie kann man die Menschen erreichen und den Schutz der Natur anregen, ohne aus dem Urwald eine Attraktion, ein Touristenziel zu machen? Wir begleiten Univ. Prof. Georg Gratzer - Sprecher des wissenschaftlichen Beirats des Wildnissgebietes mit der 360° 3D Kamera.

Spezifikationen:

Zurück zur Projektübersicht